SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES (WDH.)


Mahamat-Saleh Haroun
Frankreich / Tschad 2026, OmE, 99 min |

SO 15 NOV
18:30 CITY KINO WEDDING

In der Ennedi-Wüste im Tschad ragen jahrtausendealte Berge aus dem Sand. Sie bewahren die Erinnerung an eine vergessene Vergangenheit und erzählen uralte Legenden.

Kellou, eine junge Frau aus einem nahe gelegenen Dorf, wird von rätselhaften Visionen heimgesucht, die sie von ihren Mitmenschen unterscheiden und die sie selbst nicht versteht. Ihre Welt verändert sich an dem Tag, an dem sie Aya begegnet: einer Ausgestoßenen in den Vierzigern, die am Rand des Dorfes lebt. Aya weiß, dass Kellou eine besondere Gabe besitzt, denn sie war als Hebamme bei Kellous Geburt dabei, als deren Mutter starb und ihre letzten Worte sprach. Als sich die Dorfgemeinschaft gegen die wachsende Verbundenheit der beiden Frauen wendet, muss Kellou einen letzten Auftrag für Aya erfüllen: Sie soll ihre gemeinsame mystische, pantheistische Welt bewahren, in der Sichtbares und Unsichtbares ineinanderfließen und deren Verschwinden Aya fürchtet.

SOUMSOUM, LA NUIT DES ASTRES feierte seine internationale Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2026.

Mahamat-Saleh Haroun wurde im Tschad geboren. Mit BYE BYE AFRICA realisierte er 1999 seinen ersten Spielfilm, der in Venedig als bestes Debüt ausgezeichnet wurde. Zu seinen wichtigsten Werken zählen DARATT (DRY SEASON), der 2006 in Venedig den Großen Spezialpreis der Jury erhielt, und UN HOMME QUI CRIE, der 2010 in Cannes mit dem Preis der Jury ausgezeichnet und auch bei AFRIKAMERA gezeigt wurde. Sein Spielfilm LINGUI – LES LIENS SACRÉS wurde vom US-amerikanischen National Board of Review zu den besten internationalen Filmen des Jahres 2021 gewählt.