MIKUBA (COBALT) (Wdh.)

Petna Ndaliko Katondolo
DR Kongo/ USA 2025, OmE, 60 min

SO 15 NOV
16:00 KINO ARSENAL

In seinem eindringlichen Dokumentarfilm gewährt der kongolesische Filmemacher Petna Ndaliko Katondolo seltene Einblicke in die Welt des Kobaltabbaus in Kolwezi im Süden der DR Kongo. Er porträtiert Menschen, deren Alltag und Lebensgrundlage unmittelbar mit einem Rohstoff verbunden sind, der für die globale Energiewende und moderne Technologien von zentraler Bedeutung ist.

Organisiert in einer selbstverwalteten Minenkooperative, arbeiten hier lokale Bergleute mit überlieferten Abbaumethoden. Sie wehren sich gegen ausbeuterische Kräfte und setzen auf eine gerechtere Verteilung der Gewinne.

Im Mittelpunkt steht Mama Leance, eine furchtlose Händlerin, die sich gegen die mächtigen multinationalen Kupfer- und Kobaltkonzerne der Region behauptet und zugleich dafür kämpft, das Wissen ihrer Vorfahren zu bewahren.

MIKUBA zeigt, wie sich alte Traditionen mithilfe moderner Technik in einer globalisierten Welt neu organisieren lassen, zum Wohl der Umwelt und der Menschen vor Ort.

Petna Ndaliko Katondolo, geboren 1974 in derDemokratischen Republik Kongo, ist Filmemacher, Aktivist und Dozent und lebt zwischen Goma und Chapel Hill. Seine genreübergreifenden Arbeiten werden für ihren dekolonialen, afrofuturistischen Stil geschätzt, der historische Inhalte mit zeitgenössischen gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen verbindet. 1994 gründete er Maideni, eine ökologische Jugendbewegung und 2000 das Kulturzentrum Yole!Africa. Katondolo unterrichtet und berät regelmäßig internationale Organisationen, die sich mit Kultur- und Bildungsinitiativen gegen soziale und politische Ungerechtigkeit gegenüber marginalisierten Gruppen einsetzen.