BEN‘IMANA (LES ENFANTS DE DIEU)


Marie-Clémentine Dusabejambo
Ruanda/ Gabun/ Frankreich/ Norwegen 2026 I OmE I 101 min |

MO 9 NOV
19:30 ERÖFFNUNG | CITY KINO WEDDING

Kibeho, Ruanda, 2012 – fast zwanzig Jahre nach dem Völkermord an den Tutsi: Vénéranda begleitet Frauen durch den Versöhnungsprozess bei sogenannten Volksgerichten, die Gerechtigkeit schaffen und die Gesellschaft versöhnen sollen. Doch kann man wirklich vergeben, wenn die eigene Familie ausgelöscht oder der eigene Körper gefoltert wurde? Als ihre Tochter unerwartet schwanger wird, muss sich Vénéranda den Wunden ihrer persönlichen Vergangenheit stellen.

Gedreht mit Laiendarstellerinnen in der Landessprache Kinyarwanda, ist diese eindringliche Auseinandersetzung mit generationsübergreifenden Traumata der erste ruandische Film, der in die Sektion „Un Certain Regard“ der Filmfestspiele von Cannes eingeladen wurde. Dort erhielt er die Caméra d’Or als bestes Debüt.

Marie-Clémentine Dusabejambo wurde 1987 in Kigali (Ruanda) geboren und ist gelernte Ingenieurin für Elektronik und Telekommunikation. Seit 2008 ist sie als autodidaktische Filmemacherin tätig. Bereits vor der Produktion von BEN’IMANA hatte sich Dusabejambo durch eine Reihe von gefeierten Kurzfilmen als eine der bedeutendsten Filmemacherinnen Ruandas etabliert. Ihr erster Kurzfilm, LYIZA, feierte 2011 beim Tribeca-Festival Premiere. BEN’IMANA ist ihr erster Langfilm.