Zinder

DO 18 NOV
22.00h ARSENAL
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von Aïcha Macky
Niger, Frankreich, Deutschland | 2021 | 82 min | OmE

Zinder ist die zweitgrößte Stadt des Niger und zugleich Schauplatz dieser eindrücklichen Dokumentation über gewalttätige Gang- und Jugendkultur in dem Ort.
Regisseurin Aïcha Macky, selbst in Zinder geboren, begleitet in ihrem zweiten Langfilm die drei Protagonisten Siniya, Bawo und Ramsess, Mitglieder der Gang „Hitler“ durch ihren Alltag im Stadtviertel „Kara Kara“. Das ehemals als Ghetto für Leprakranke errichtete Viertel ist geprägt durch Arbeitslosigkeit, Armut und fehlendem Zugang zu Bildung. Die Kamera folgt den Gangmitgliedern auf zurückhaltende Art und Weise, ohne zu werten und kommentieren. Dabei scheint im Kampf ums Überleben zwischen Gang, Bodybuilding, Rotlichtviertel und Familie auch immer wieder Hoffnung, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.

 

Director Aicha Macky
Director Aicha Macky

Aïcha Macky wurde 1982 in der Republik Niger geboren und erwarb einen Master in Soziologie und Dokumentarfilm an der Gaston Berger Universität in Senegal. Ihr erster Kurzfilm war „Moi et ma maigreur / Me and My Thinness“ über die Wahrnehmung des dünnen Körpers durch die Einwohner von Niger. Sie setzte ihre Ausbildung bei Contrechamps und Maggia Images (Niger) fort und arbeitete als Assistentin für zahlreiche Spiel- und Dokumentarfilme. „The Fruitless Tree / L’Arbre sans fruit“ (2016, auch bei AFRIKAMERA präsentiert) war ihr erster Dokumentarfilm, der weltweit gezeigt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde.