WALABOK

DI 16 NOV
20.00 ARSENAL
TICKETS

von Fatou Kandé Senghor
Senegal 2021 I OmE I Digital File

im Anschluss Podiumsgespräch mit der Regisseurin, moderiert von Achan Malonda
in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

 

AFRIKAMERA präsentiert am Festivaldienstag in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung ein Sonderprogramm zur HipHop-Kultur im Senegal, dessen Hauptstadt Dakar als die Rap-Metropole des Kontinents betrachtet werden kann. Fatou Kandé Senghor, Autorin des Buchs „Wala bok: An oral history of hip hop in Senegal“ hat unter gleichnamigem Titel eine 30-teilige Serie kreiert, die aktuell Premiere auf der senegalesischen Plattform WIDO feiert.

Die Heldin von WALABOK ist die 18-jährige Mossane, viertes Kind einer siebenköpfigen Familie, die in einem Vorstadtviertel Dakars lebt.
Mossane ist fest entschlossen, aus ihrer Leidenschaft für HipHop eine Karriere auf der Bühne zu machen. Mossanes Mutter, die mit unbändiger Kraft und Entschlossenheit alleine die Familie ernährt, ist Mossane dabei zugleich Vorbild als auch Sinnbild der gesellschaftlichen Enge, in denen sich Frauen in Senegal bewegen. Denn eine künstlerische Karriere hat im harten Alltag der Familie keinen Platz – und die männerdominierte Welt des HipHop bringt Rapperinnen wie Mossane vor allem Widerstand entgegen.

WALABOK bringt den Zuschauer*innen die Realität der in den Vorstädten Dakars lebenden Jugendlichen näher, einer Jugend, die in der Kultur des HipHop ihre Heimat findet, gegen soziale Ungerechtigkeiten rebelliert und von einem besseren Leben träumt – und rappt.

Im Anschluss an die Vorführung von zwei ausgewählten Episoden findet ein Gespräch mit der Regisseurin über die Situation der Jugend in Dakar, über HipHop, die politische Bedeutung von Fernsehserien und über die lauter werdenden Proteste der Frauen gegen Traditionen und Gewalt statt.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Fatou Kandé Senghor, Director

Fatou Kandé Senghor ist eine preisgekrönte Autorin, bildende Künstlerin, Dokumentarfilmerin und Pädagogin, sie lebt in Dakar. Ihr jüngster Film „Donner Naissance“ („Giving Birth“), wurde für die 56. Biennale von Venedig ausgewählt.
Senghor hat zahlreiche Beiträge zu den Themen Gender, Kultur, Geschichte und afrikanisches Kino verfasst und ist Gründerin von Waru Studio, einem Raum für junge Künstler und Filmemacher, in dem die Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft, Technologie und Politik in Afrika erforscht werden. Zu ihren wichtigsten Kooperationen zählen u.a. die Zusammenarbeit mit Ousmane Sembène bei „Faat Kiné“ (2000) und mit Wim Wenders bei „The Invisible“ (2007), einem Dokumentarfilm über sexuelle Gewalt gegen Frauen im Kongo.

 

MALONDA, Foto: Ben Jenak

Malonda (sie/ihr) ist eine in Berlin lebende Sängerin, Songwriterin und Elektrik Diva, die eigene Songs schreibt und auch auf Theaterbühnen brilliert. Neben der Musik brennt sie für antirassistische und queer-feministische Themen. Indem sie über Geschlechterrollen, Sex und Diversität singt und spricht, macht sich Malonda als politische Künstlerin einen Namen.