Thank You For The Rain

MI 14 NOV 18.30


SONDERVERANSTALTUNG
KINO ARSENAL POTSDAMER STRASSE 2, 10785 BERLIN
EINTRITT FREI

THANK YOU FOR THE RAIN VON JULIA DAHR UND KISILU MUSYA
UK / NORWEGEN 2017 DCP OME 90 MIN

IM ANSCHLUSS PODIUMSGESPRÄCH MIT KISILU MUSYA (CO-REGISSEUR, LANDWIRT UND UMWELTAKTIVIST, KENIA), MODERATION: NADJA OFUATEY-ALAZARD

GESPRÄCH IN ENGLISCHER SPRACHE


Überschwemmungen, Dürre und starke Unwetter – der Klimawandel hat fatale Folgen insbesondere für die Landbevölkerung afrikanischer Länder. Über fünf Jahre dokumentierte der kenianische Landwirt Kisilu Musya in einem Video-Tagebuch die Auswirkungen des extremen Wetters auf seine Familie und sein Heimatdorf Mutomo. Nach einem verheerenden Sturm beginnt Kisilu Musya die Landwirte in seiner Region zu mobilisieren und bringt schließlich ihre Forderungen bis zur UN-Klimakonferenz in Paris. Dort trifft er auf die Trägheit und den Zynismus internationaler Politik, aber auch auf die globale Solidarität von Aktivist*innen für Klimagerechtigkeit.

Der bewegende Dokumentarfilm, der in Kooperation mit der norwegischen Filmemacherin Julia Dahr aus dem Videomaterial entstanden ist, begleitet den Weg von Kisilu Musya von Mutomo nach Oslo und Paris. Klimagerechtigkeit, Klimaflucht und -anpassung stehen dabei genauso im Zentrum wie Fragen nach Geschlechtergerechtigkeit und Zugang zu Bildung und Ressourcen.

Im Anschluss des Films reden wir mit Kisilu Musya über die Entstehung des Films, über die Situation in Kenia und seine Erwartungen an die internationale Klimapolitik.


KISILU MUSYA ist ein Landwirt aus Mutomo in Südost- Kenia. Er ist Hauptprotagonist und Co-Regisseur des Films THANK YOU FOR THE RAIN, für den er über fünf Jahre lang das Leben seiner Familie, seines Dorfes und die Folgen des Klimawandels auf die Landwirtschaft dokumentiert hat. Mit seinen Kenntnissen über sein Land und das Klima erprobt Kisilu neue Anbaumethoden und vertritt seine Community auf nationaler und internationaler Ebene, wo er sich unermüdlich für konkrete Zusagen gegen den Klimawandel stark macht.


Die grün-nahe Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit Projektpartnern weltweit zusammen. Derzeit unterhält sie Büros in 34 Ländern, vier davon in Afrika: Nairobi, Kapstadt, Dakar und Abuja. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Globalisierung und nachhaltige Entwicklung, Stärkung der Zivilgesellschaft und Demokratieförderung.