REVOLUTIONARY SHORTS

SA 21 NOV 15.00


Kurzfilmprogramm
Namibia / DR Kongo / Senegal / Frankreich / Demokratische Arabische Republik Sahara 2018-19 | OmE | 85 min

Das Programm REVOLUTIONARY SHORTS präsentiert eine Auswahl herausragender Kurzfilme zum diesjährigen Festivalschwerpunkt.



Q & A Nelson Makengo (E’ville ) & Laurence Attali (Tabaski)


INVISIBLES (KAUNAPAWA)
Joel Haikali
Namibia 2019 | OV | 16 min

In INVISIBLES (KAUNAPAWA) von Joel Haikali macht sich ein Paar auf eine Reise durch das namibische Outback, um über sich selbst und seinen Platz in der Post-Apartheid-Gesellschaft zu reflektieren.


E’VILLE
Nelson Makengo
Demokratische Republik Kongo 2018 | OmE | 10 min

E’VILLE steht für Elisabethville, wie die kongolesische Metropole Lubumbashi bis 1966 von den belgischen Kolonialherren genannt wurde. Nelson Makengo nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine introspektive Reise durch die verlassenen Ruinen einer Minenanlage der staatlichen Bergbaufirma Gécamines, begleitet von den Worten aus einem der letzten Briefe von Patrice Lumumba an seine Frau Pauline, den er kurz vor seiner Ermordung in E‘ville geschrieben hatte. Eine Reise in das kollektive Gedächtnis des Landes.


TABASKI
Laurence Attali
Senegal / Frankreich | 2019 I OmE | 26 min

Dakar. Wenige Tage vor Tabaski arbeitet ein Maler, in seinem Atelier eingeschlossen, am Thema des rituellen Opfers des Widders. Rote Farbe tropft von den Skizzen, die an Wäscheleinen hängen. Eine Inschrift an der Wand: “Tabaski, wer ist an der Reihe?” Drei Charaktere und ein Schaf umkreisen ihn und verbinden ihn wieder mit der Realität.

HINWEIS: Dieser Film verbindet Fiktion, Kunst und Politik und ist frei inspiriert von dem Werk des Malers Iba Ndiaye (1928-2008) mit dem Titel „La Ronde de Tabaski, à qui le tour?“, welches er zwischen den 1960er und 1980er Jahren realisierte. Eine Art Allegorie, in der das Schaf als Symbol aller Opfer dargestellt wird. In der Tat dachte Iba Ndiaye nicht direkt an das Opfer von Schafen für Tabaski im Senegal, sondern an die Opfer von Kolonialisierung, Segregation und Apartheid. „Malen ist Erinnern“, sagte er.


TOUFA
Brahim Chagaf
Demokratische Arabische Republik Sahara 2019 | OmE I 30 min

Mitte der 70er-Jahre, als die spanischen Truppen die Westsahara verlassen, stehen die Saharauis am Scheideweg. Der eindrückliche Kurzfilm TOUFA von Brahim Chagaf reflektiert das Schicksal des Volkes, dem ein unabhängiger Nationalstaat bis heute verwehrt geblieben ist, aus drei unterschiedlichen Perspektiven.


JOURNÉE NOIRE
Yoro Mbaye
Senegal 2019 | OmE | 13 min

In JOURNÉE NOIRE, dem aktuellen Kurzfilm des senegalesischen Regisseurs Yoro Mbaye, schließt sich der 23-jährige Ngor, ein brillanter Jurastudent, seinen Kameraden an der Front an – und wird durch Polizeigeschosse getötet.