PAS D’OR POUR KALSAKA

FR 8 NOV 20.00


SONDERVERANSTALTUNG
Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Eintritt frei

Die Förderung von Gold hat in Afrika schon eine jahrhundertelange Tradition. Aber erst seit der Kolonialherrschaft werden der Abbau und die Aneignung des edlen Metalls in großem Umfang betrieben. Bis heute hält die Gier nach Gold unvermindert an.

Zwei Filme aus unterschiedlichen Regionen beleuchten die Interessen der Minengesellschaften und erzählen die Geschichten der Bergarbeiter und ihrer Familien sowie der Dorfgemeinschaften, auf deren Land Gold abgebaut wird. Eine Geschichte von Wohlstand, Privilegien und Macht auf der einen und Ausbeutung und Zerstörung auf der anderen Seite.


PAS D’OR POUR KALSAKA
MICHEL K. ZONGO
BURKINA FASO, DEUTSCHLAND 2019 | DCP I OME | 80 MIN
IN ANWESENHEIT DES REGISSEURS
ANSCHLIESSEND DISKUSSION MIT MICHEL K. ZONGO UND ASANDA BENYA
MODERATION: DIJA MAMBU (JOURNALISTIN)
GESPRÄCH IN ENGLISCHER SPRACHE


Der burkinische Regisseur Michel K. Zongo dokumentiert in PAS D´OR POUR KALSAKA die Folgen des Goldabbaus für die Bewohner*innen des Dorfes Kalsaka durch multinationale Minenkonzerne. Versprochen wurden hohe Steuereinnahmen, eine bessere Infrastruktur und Arbeitsplätze, doch die Versprechen blieben leer. In seinem Film verknüpft Zongo meisterhaft afrikanische Erzähltraditionen mit westlichen Western-Elementen und bleibt dabei seinem Stil des aktivistischen Aufklärungskinos treu.


MICHEL K. ZONGO, geboren 1974 in Koudougou, Burkina Faso, arbeitet als Kameramann, Regisseur und Drehbuchautor. Von 2003 bis 2008 war er für ‚Cinomade‘ tätig, eine Einrichtung in Burkina Faso, die sich politischer Aufklärungsarbeit mit den Mitteln des Kinos widmet. 2009 führt er mit seinen Kurzfilmen TI TIIMOU und SIBI, L´AME DU VIOLON erstmalig Regie. Sein erster langer Film ESPOIR VOYAGE lief bei der Berlinale 2012 beim Internationalen Forum des Jungen Films. Mit LA SIRÈNE DE FASO FANI war Zongo bereits 2015 bei AFRIKAMERA zu Gast.

ASANDA BENYA arbeitet als Professorin an der Fakultät für Soziologie und als wissenschaftliches Mitglied beim Society, Work and Development Institute (SWOP) der Universität Kapstadt in Südafrika. Zurzeit erforscht sie die Perspektiven auf Frauen, die untertage in den Platinminen Südafrikas arbeiten. Sie veröffentlichte zu den Themen Frauen und Bergbau, Gender und Rohstoffindustrie, soziale Gerechtigkeit, Arbeit und Gewerkschaften. 


Die grün-nahe Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit Projektpartnern weltweit zusammen. Derzeit unterhält sie Büros in 34 Ländern, vier davon in Afrika: Nairobi, Kapstadt, Dakar und Abuja. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Globalisierung und nachhaltige Entwicklung, Stärkung der Zivilgesellschaft und Demokratieförderung.