NARDJES A.

MI 18 NOV 18.00
Karim Aïnouz
Algerien / Frankreich / Deutschland / Brasilien / Katar 2020 | OmE | 80 min


Frühjahr 2019: Auf seiner ersten Reise nach Algerien erlebt der brasilianisch-algerische Filmemacher Karim Aïnouz die Proteste gegen eine fünfte Amtszeit des Präsidenten Bouteflika unmittelbar mit. Im Maghreb Café in Algier lernt er die Kellnerin, Schauspielerin und politische Aktivistin Nardjes kennen. Aïnouz entscheidet sich, Nardjes über einen Zeitraum von 24 Stunden am Internationalen Frauentag, dem 8. März 2019, in Algier zu begleiten.
Mit dem Smartphone gefilmt, gelingt Aïnouz ein mitreißendes filmisches Dokument der sogenannten „Revolution of Smile“. Dabei zeichnet er ein eindringliches Porträt einer algerischen Jugend, die selbstbewusst gegen Korruption und für die demokratische Zukunft ihres Landes auf die Straße geht.

Karim Aïnouz ist 1966 in Fortaleza im Nordosten Brasiliens geboren. Nach Abschluss seines Architekturstudiums in Brasilien studierte er Film an der New York University. Seit 1990 dreht er Spiel- und Dokumentarfilme und arbeitet installativ.
Sein Spielfilmdebüt Madame Satã wurde 2002 in Cannes in der Sektion Un Certain Regard uraufgeführt. Er drehte außerdem die Filme Love for Sale, 2006 (Venice Orizzonti), I Travel Because I Have To, I Come Back Because I Love You, 2009 (Venice Orizzonti) und The Silver Cliff, 2011 (Cannes Directors’ Fortnight). Im Jahr 2014 wurde Futuro Beach im Wettbewerb der 64. Berlinale gezeigt. Der Dokumentarfilm Zentralflughafen THF feierte seine Premiere auf der 68. Berlinale (Panorama) und gewann den Amnesty International Preis. Sein letzter Spielfilm The Invisible Life of Euridice Gusmão gewann den Preis Un Certain Regard bei den Filmfestspielen in Cannes 2019 und war brasilianischer Oscar-Beitrag.