Le Mali 70

DO 10 NOV
18.30 ARSENAL
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LE MALI 70
von Markus CM Schmidt
Mali/ Deutschland 2021 I Dokumentarfilm I OmeU I 93 min
in Anwesenheit des Regisseurs

WDH 11.11. | 18.00 BROTFABRIKKINO – In Anwesenheit von Mitgliedern des Omniversal Earkestras
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Nach der Unabhängigkeit Malis entstand in den 1960er und 70er Jahren eine pulsierende Bigband-Szene, charakterisiert durch einen noch nie gehörten Sound: lokale Musiktraditionen der Dogon, Wassalou oder Tuareg mischten sich mit kubanisch beeinflussten, funkigen Bläsersätzen. In LE MALI 70 begleitet der deutsche Regisseur Markuc CM Schmidt die Musiker des Berliner Big-Band Projekts Omniversal Earkestra auf ihrer musikalischen Forschungsreise nach Mali, um dort legendäre musikalische Altmeister wie Cheick Tidiane Seck, Sory Bamba, Abdoulaye Diabaté und Salif Keita zu treffen. Im Zuge der Reise zu den Heimatorten der heute im globalen Norden nahezu vergessenen Bands wie der Mystère Jazz de Tombouctou, der Kanaga de Mopti, der Super Bitons de Segou und der Railband aus Bamako entstanden eigenwillige moderne Bigband-Arrangements der alten Stücke, die schließlich in der Abschlusswoche der Reise im legendären Moffou-Studio Badiala Male von Salif Keita gemeinsam mit lokalen Musikern aufgenommen wurden – das Projekt MALI 70 ward damit geboren. Die mitreißende Dokumentation macht den Afrolatin-Brassband-Funk mit betörenden Mandinka-, Dogon-, oder Sonray-Melodien zum Erlebnis.

MARKUS CM SCHMIDT arbeitet seit 1994 hauptsächlich als Filmeditor und Tonmeister an Dokumentar- und Fernsehfilmen. Während seines Schnittstudiums an der HFF „Konrad Wolf“ in Potsdam drehte er seinen ersten Dokumentarfilm Die Kinder von Sachsenhausen (1994), gefolgt von Volles Rohr (1996). Im Golfkriegsjahr 2003 gründete Markus eine Filmemacher-Initiative, aus der der kritische Antikriegsfilm Freedom2speak hervorging und auf internationalen Festivals tourte. Anschließend entwickelte und realisierte er im Ostkongo das große Format Sleeping Monsters, das 2008 erstmals auf ARTE ausgestrahlt wurde. Für seinen Film The Last Catch (2012) recherchierte Markus ausgiebig bei Fischern in Südfrankreich und konnte so auf einem Thunfischboot drehen. Der Film wurde mit dem CinemAmbiente Award in Turin und dem NaturVision Preis in Ludwigsburg ausgezeichnet. Auch die von Markus Schmidt geschnittenen Filme sind vielfach ausgezeichnet worden. So gewann The Other Chelsea (Jakob Preuss, 2010) den Preis für den besten Dokumentarfilm beim Max-Ophüls-Preis (2011) und den Grimme-Preis (2012). Mali Blues (Lutz Gregor, 2016) wurde mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Es folgten die international beachteten Filme Dream Boat (2016, Tristan Ferland Milewski), The Cleaners (2017, Moritz Riesewieck & Hans Block) und Garage People (2020, Natalija Yefimkina).

 

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