Juju Stories

DO 18 NOV
20.00h ARSENAL
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von Abba Makama, C.J. Obasi & Michael Omonua
Nigeria, Frankreich | 2021 | 84 min | OmE
Deutschlandpremiere

In JUJU STORIES setzt sich das nigerianische Filmkollektiv Surreal 16, bestehend aus den Regisseuren Abba T. Makama, C.J. ‘Fiery’ Obasi und Michael Omonua, in einem dreiteiligen Anthologie-Film auf ironische Art und Weise mit den übernatürlichen Kräften von Juju auseinander – jenseits gängiger Hexendoktorenklischees. In allen drei Filmen wird das Leben – gewollt oder ungewollt – durch die übernatürlichen Kräfte von Juju durcheinandergebracht.
In LOVE POTION braut eine unglücklich verliebte junge Frau auf Anraten einer Kollegin aus Menstruationsblut und Leichenwasser einen Trank zusammen, um ihren Traummann zu bezirzen – doch der Trank wirkt anders, als erwartet…
In YAM erzählt Abba T. Makama von den Konsequenzen, als ein Straßenjunge scheinbar wahllos Geld vom Straßenrand aufhebt.
In SUFFER THE WITCH von C.J. ‘Fiery‘ Obasi verwandeln sich Liebe und Freundschaft in Besessenheit, als eine junge Studentin das Interesse ihres Schwarmes weckt.

 

Abba T. Makama ist bildender Künstler und Filmemacher. Er ist der Gründer und Kreativdirektor von OSIRIS FILM & ENTERTAINMENT, einer Kreativgruppe, die Ideen und Strategien für digitale und traditionelle Medien entwickelt. Abba hat einen Abschluss in Betriebswirtschaft von der State University New York, Fredonia und studierte Film an der renommierten New York University (N.Y.U). Nach seiner Rückkehr nach Nigeria hat er in verschiedenen Funktionen für Marken wie Google, GT-Bank und BlackBerry gearbeitet. Im Jahr 2015 führte er bei einem Dokumentarfilm über die nigerianische Filmindustrie mit dem Titel „NOLLYWOOD – something from nothing“ für Al Jazeera Regie, der bei den AMAA (African Movie Academy Awards) für den besten Dokumentarfilm nominiert wurde. Zudem produzierte und inszenierte er eine Reihe von preisgekrönten Kurzfilmen.
Sein Debütfilm „Green White Green“ hatte seine Weltpremiere 2016 auf dem Toronto International Film Festival und lief auf über 20 internationalen Filmfestivals. Sein zweiter Film, „The Lost Okoroshi“, wurde ebenfalls beim TIFF uraufgeführt. Makama ist auch Maler, Kunstliebhaber und hat ein großes Interesse an Freudscher und Jungscher Psychologie.

 

C.J. „Fiery“ Obasi wuchs mit Hammer House-Horrorfilmen und Stephen King-Romanen auf. Als Kind entwickelte er eine Begabung für das Zeichnen von Comics.  Viel später hängte C.J. sein Informatikstudium an der University of Nigeria (UNN) an den Nagel, um sich voll und ganz dem Filmemachen zu widmen.
Obasi, der auch „Fiery“ oder „The Fiery One“ genannt wird, drehte sein Spielfilmdebüt „OJUJU“ – ein Null-Budget-Film, der im November 2014 auf dem Africa International Film Festival (AFRIFF) Premiere feierte und den Preis für den „Besten nigerianischen Film“ gewann. OJUJU wurde bereits auf über 30 Filmfestivals gezeigt. Obasis zweites Werk ist der Spielfilm „O-Town“, ein Arthouse-Krimi, der auf dem AFRIFF und dem Gothenburg Film Festival gezeigt wurde.
Obasis Kurzfilm „Hello, Rain“, der auf „Hello, Moto“ von der weltbekannten Autorin Nnedi Okorafor basiert, hatte seine Weltpremiere im Mai 2018 beim Oscar-qualifizierenden Internationalen Wettbewerb der Kurzfilmtage Oberhausen und wurde auf über 30 Festivals gezeigt. „Hello, Rain“ wurde seitdem auf CNN und BBC für seine Fortschritte im Bereich des afrikanischen Futurismus und der Fantasie vorgestellt. Im Jahr 2019 war Obasi Jurymitglied beim Durban International Film Festival. Derzeit befindet er sich in der Postproduktion seines dritten Spielfilms „Mami Wata“ – ein von Frauen geprägter Schwarz-Weiß-Fantasyfilm, der mithilfe des  Ouaga Film Lab, Less is More, EAVE und Durban FilmMart entwickelt wurde.

 

Michael Omonua machte seinen Abschluss an der Filmhochschule UCA in Farnham und hat seitdem mehr als zehn Kurzfilme und einen Spielfilm gedreht. Seine Filme wurden auf vielen Filmfestivals gezeigt, darunter IFFR, London Short Film Festival, Encounters und AFRIFF. 2016 war Omonua Mitbegründer eines Kollektivs von Filmemachern, das als The Surreall6 bekannt ist. Ihr Ziel war es, inspiriert von der Dogme-95-Bewegung, das nigerianische Kino auf einen neuen Kurs zu bringen. Das Kollektiv legte 16 Regeln und Richtlinien für die Herstellung ihrer Filme fest. Der erste Anthologie-Kurzfilm „Visions“ wurde 2018 beim African Movie Academy Award für den besten Kurzfilm nominiert.
Omonua fungierte als Director of Photography bei Abba T. Makamas zweitem Spielfilm „The Lost Okoroshi“, der auf dem TIFF 2019 seine Weltpremiere hatte. Omonuas Debütfilm „The Man Who Cuts Tattoos“ feierte seine Weltpremiere auf dem BFI London Film Festival 2019.