Freda

SO 21 NOV
20.30 ARSENAL
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von Gessica Généus
Benin, Haiti, Frankreich | 2021 | 99 min | OmE
Deutschlandpremiere

 

AFRIKAMERA schließt mit einer Produktion aus der afrikanischen Diaspora.
Freda lebt mit ihrer Familie in einer populären Gegend im zunehmend unruhigen Port-au-Prince. Sie sorgt sich um ihre Ausbildung und die Zukunft ihres zerfallenden Heimatlandes. Freda, ihr materialistischer Bruder Moïse und ihre jüngere Schwester Esther kommen über die Runden, indem sie zusammen mit ihrer strenggläubigen evangelikalen Mutter Jeanette in dem kleinen Ladengeschäft in ihrem Haus arbeiten. Inmitten des wachsenden Chaos verfolgt jedes der Geschwister seine eigene Vorstellung von Glück. Einer nach dem anderen erhält die Chance, das gefährliche Port-au-Prince hinter sich zu lassen. Doch Freda will bleiben und kämpft zugleich in der Schule gegen die fortschreitende Auslöschung der haitianischen Kultur durch weiße Einflüsse.

Das beeindruckende Familiendrama, zugleich ein politischer Film gegen die patriarchalische Unterdrückung in Haiti, feierte seine Premiere beim diesjährigen Filmfestival in Cannes in der Reihe „Un certain regard“.

Gessica Généus ist Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin aus Haiti. Sie begann ihre Karriere mit 17 Jahren. Nach dem schweren Erdbeben in Haiti im Jahr 2010 engagierte sie sich aktiv für den Wiederaufbau ihres Landes und begann, für die Vereinten Nationen zu arbeiten. Dann erhielt sie ein Stipendium für ein Studium an der Acting International in Paris. Nach ihrer Rückkehr nach Haiti gründete sie ihre eigene Produktionsfirma, Ayizian Productions. Zwischen 2014 und 2016 führte Gessica Regie bei „Vizaj Nou“, einer Serie von Kurzporträts über wichtige Persönlichkeiten der haitianischen Gesellschaft der Gegenwart. Ihr Dokumentarfilm „Douvan jou ka leve“ (The Day Will Dawn, 2017) wurde mehrfach ausgezeichnet und wird weiterhin weltweit gezeigt. FREDA ist ihr erster Spielfilm.