FINDING SALLY


in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung | Screening und Diskussion ONLINE
Tamara Mariam Dawit
Äthiopien / Kanada 2020 I OmE | 78 min

Link für die Anmeldung zum Film https://calendar.boell.de/de/event/finding-sally
anschließend Diskussion mit Tamara Dawit (Regisseurin), Fisseha Tekle (Amnesty International Ethiopia) und Ulf Terlinden (Heinrich-Böll-Stiftung Kenia)
In englischer Sprache



Der Dokumentarfilm FINDING SALLY (Äthiopien / Kanada 2020) erzählt die Geschichte einer 23-jährigen Frau aus einer Familie der Oberschicht, die mit dem Eintritt in die Äthiopische Revolutionäre Volkspartei zu einer kommunistischen Rebellin wurde. Sally landete auf der Liste der meistgesuchten Personen der Militärregierung. Sie tauchte unter, ihre Familie sah sie nie wieder. Vier Jahrzehnte nach Sallys Verschwinden fügt Tamara Dawit das Leben ihrer Tante Sally zusammen. Ihre Suche führt sie dazu, Vorstellungen von Zugehörigkeit, persönlichen Überzeugungen und politischen Idealen in Frage zu stellen, und das zu einer Zeit, in der Äthiopien erneut wichtige politische Veränderungen durchläuft.

Im Anschluss an das Screening diskutieren die Regisseurin Tamara Dawit, der Menschenrechtsexperte Fisseha Tekle (Amnesty International Ethiopia) und Ulf Terlinden (Heinrich-Böll-Stiftung Kenia) über den Film, seine Entstehungsgeschichte und die politischen Ereignisse in Äthiopien mit besonderem Blick auf die dortige Menschenrechtslage. Die Veranstaltung findet online unter calendar.boell.de/de/event/finding-sally statt.


Tamara Dawit ist eine Filmemacherin äthiopischer, britischer und ukrainischer Herkunft. Sie lebt und arbeitet in Äthiopien. Dawit produzierte unter anderem die Dokumentarfilme Forgotten Children (2007, EOne), Girls of Latitude (2008, MTV/CTV) und führte Regie bei Grandma Knows Best? (2014, Bravo).