L´OEIL DU CYCLONE

Dienstag, 10. November
20.00 Eröffnung
Sekou Traoré
Burkina Faso / Frankreich 2015 DCP I OmE 101 min
Berlinpremiere
Zu Gast: Sekou Traoré (Regisseur)

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In einem namenlosen, von einem Bürgerkrieg heimgesuchten afrikanischen Land wird die idealistische Anwältin Emma Tou (Mouna N’Diaye) gebeten, die Pflichtverteidigung von Blackshouam (Fargass Assandé) zu übernehmen – einem mutmaßlichen Rebellenführer und ehemaligen Kindersoldaten, der wegen Kriegsverbrechen vor Gericht steht. Emma zögert zunächst, doch nach einem Besuch im Gefängnis und der Aufdeckung verschiedener Ungereimtheiten übernimmt sie das Mandat.

L´OEIL DU CYCLONE  erzählt vom alltäglichen Wahnsinn, der auch die Region der Großen Seen nicht zur Ruhe kommen lässt: Tauschgeschäfte von Diamanten gegen Waffen, der Einsatz von Kindersoldaten gegen die schutzlose Zivilbevölkerung, die Verstrickung von Regierungsvertretern in schmutzige Deals mit Warlords.

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SEKOU TRAORE wurde 1962 in Bobo-Dioulasso geboren. Er studierte Film und betätigte sich dann als Produzent, Schriftsteller und Dokumentarist. Er arbeitete u.a. mit bekannten Regisseuren wie Abderrahmane Sissako und Dani Kouyaté. L´OEIL DU CYCLONE ist sein erster Langfilm. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Luis Marquès und wurde beim FESPACO 2015 mehrfach ausgezeichnet.

CONGO IN FOUR ACTS

Mittwoch 11. November
17.30
Dieudo Hamadi, Divita Wa Lusala, Kiripi Katembo Siku
DR Kongo / Südafrika 2010 Beta Digi I OmE I 69 min

congo4acts

In CONGO IN FOUR ACTS zeichnen drei junge kongolesische Filmemacher in kurzen filmischen Dokumenten ein komplexes Bild ihres Heimatlandes und beobachten das Alltagsleben aus unterschiedlichen Perspektiven.

Dieudo Hamadi und Divita Wa Lusala verfolgen in ZERO TOLERANCE eine Gruppe Jugendlicher in einer ländlichen Gemeinschaft, die nach einem Angriff auf eine Frau verhaftet und den Behörden ausgeliefert wird.

In LADIES IN WAITING erzählt Hamadi vom absurden Alltag in einer Entbindungsstation. Nach der Geburt dürfen viele junge Mütter das Hospital nicht verlassen, weil sie die Rechnungen nicht bezahlen können. Die Frauen und ihre Babys stecken ganz zu Beginn des neuen Lebens fest in den Fängen von Armut und Bürokratie. 

In SYMPHONY KINSHASA knöpft sich Kiripi Katembo Siku die marode Infrastruktur der kongolesischen Hauptstadt vor.

AFTER THE MINE zeigt den harten Alltag in der Bergbaustadt Kipushi. Sikus Film beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Folgen des Geschäftes mit den Bodenschätzen für die Gesellschaft des Landes.

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DIEUDO HAMADI, 1984 in Kinshasa geboren, studierte zunächst Medizin, bevor er sich dem Filmemachen verschrieb. ATALAKU, sein erster Lang-Dokumentarfilm, in dem er die Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo verfolgte, erhielt mehrere Auszeichnungen.

DIVITA WA LUSALA, geboren 1973 in Kinshasa, arbeitet seit 2009 als Cutter und Kameramann für die südafrikanische Produktionsfirma Suka! Productions.

KIRIPI KATEMBO SIKU, geboren in Goma, arbeitete nach seinem Kunststudium als Produzent, Fotograf und Maler und realisierte also solcher zahlreiche Ausstellungen in der DR Kongo. Er starb 2015 im Alter von nur 36 Jahren an Malaria.