ABSCHLUSSDISKUSSION

FR 8 NOV 21.30

ABSCHLUSSDISKUSSION

Gespräch mit Michel K. Zongo und Asanda Benya (Südafrika)
Moderation: Dija Mambu (Journalistin)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung

Eintritt frei


Im Anschluss des Films findet eine Diskussion mit Michel K. Zongo und Asanda Benya über die Hintergründe, Folgen und politischen Forderungen im Kontext der Goldausbeutung auf dem afrikanischen Kontinent statt: Wer entscheidet über Investitionen und Abbau? Wer profitiert davon? Wie werden Arbeitskräfte für die beschwerliche und gesundheitsschädigende Arbeit gewonnen? Wie sieht die Arbeit der Bergarbeiter*innen aus und wie ihre Zukunft und die ihrer Familien? Wer entscheidet in den Dorfgemeinschaften und welchen Nutzen haben die Bewohner in den Regionen vom Goldabbau?


MICHEL K. ZONGO, geboren 1974 in Koudougou, Burkina Faso, arbeitet als Kameramann, Regisseur und Drehbuchautor. Von 2003 bis 2008 war er für ‚Cinomade‘ tätig, eine Einrichtung in Burkina Faso, die sich politischer Aufklärungsarbeit mit den Mitteln des Kinos widmet. 2009 führt er mit seinen Kurzfilmen TI TIIMOU und SIBI, L´AME DU VIOLON erstmalig Regie. Sein erster langer Film ESPOIR VOYAGE lief bei der Berlinale 2012 beim Internationalen Forum des Jungen Films. Mit LA SIRÈNE DE FASO FANI war Zongo bereits 2015 bei AFRIKAMERA zu Gast.

ASANDA BENYA arbeitet als Professorin an der Fakultät für Soziologie und als wissenschaftliches Mitglied beim Society, Work and Development Institute (SWOP) der Universität Kapstadt in Südafrika. Zurzeit erforscht sie die Perspektiven auf Frauen, die untertage in den Platinminen Südafrikas arbeiten. Sie veröffentlichte zu den Themen Frauen und Bergbau, Gender und Rohstoffindustrie, soziale Gerechtigkeit, Arbeit und Gewerkschaften.


Die grün-nahe Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit Projektpartnern weltweit zusammen. Derzeit unterhält sie Büros in 34 Ländern, vier davon in Afrika: Nairobi, Kapstadt, Dakar und Abuja. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Globalisierung und nachhaltige Entwicklung, Stärkung der Zivilgesellschaft und Demokratieförderung.

PAS D’OR POUR KALSAKA

FR 8 NOV 20.00


SONDERVERANSTALTUNG
Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Eintritt frei

Die Förderung von Gold hat in Afrika schon eine jahrhundertelange Tradition. Aber erst seit der Kolonialherrschaft werden der Abbau und die Aneignung des edlen Metalls in großem Umfang betrieben. Bis heute hält die Gier nach Gold unvermindert an.

Zwei Filme aus unterschiedlichen Regionen beleuchten die Interessen der Minengesellschaften und erzählen die Geschichten der Bergarbeiter und ihrer Familien sowie der Dorfgemeinschaften, auf deren Land Gold abgebaut wird. Eine Geschichte von Wohlstand, Privilegien und Macht auf der einen und Ausbeutung und Zerstörung auf der anderen Seite.


PAS D’OR POUR KALSAKA
MICHEL K. ZONGO
BURKINA FASO, DEUTSCHLAND 2019 | DCP I OME | 80 MIN
IN ANWESENHEIT DES REGISSEURS
ANSCHLIESSEND DISKUSSION MIT MICHEL K. ZONGO UND ASANDA BENYA
MODERATION: DIJA MAMBU (JOURNALISTIN)
GESPRÄCH IN ENGLISCHER SPRACHE


Der burkinische Regisseur Michel K. Zongo dokumentiert in PAS D´OR POUR KALSAKA die Folgen des Goldabbaus für die Bewohner*innen des Dorfes Kalsaka durch multinationale Minenkonzerne. Versprochen wurden hohe Steuereinnahmen, eine bessere Infrastruktur und Arbeitsplätze, doch die Versprechen blieben leer. In seinem Film verknüpft Zongo meisterhaft afrikanische Erzähltraditionen mit westlichen Western-Elementen und bleibt dabei seinem Stil des aktivistischen Aufklärungskinos treu.


MICHEL K. ZONGO, geboren 1974 in Koudougou, Burkina Faso, arbeitet als Kameramann, Regisseur und Drehbuchautor. Von 2003 bis 2008 war er für ‚Cinomade‘ tätig, eine Einrichtung in Burkina Faso, die sich politischer Aufklärungsarbeit mit den Mitteln des Kinos widmet. 2009 führt er mit seinen Kurzfilmen TI TIIMOU und SIBI, L´AME DU VIOLON erstmalig Regie. Sein erster langer Film ESPOIR VOYAGE lief bei der Berlinale 2012 beim Internationalen Forum des Jungen Films. Mit LA SIRÈNE DE FASO FANI war Zongo bereits 2015 bei AFRIKAMERA zu Gast.

ASANDA BENYA arbeitet als Professorin an der Fakultät für Soziologie und als wissenschaftliches Mitglied beim Society, Work and Development Institute (SWOP) der Universität Kapstadt in Südafrika. Zurzeit erforscht sie die Perspektiven auf Frauen, die untertage in den Platinminen Südafrikas arbeiten. Sie veröffentlichte zu den Themen Frauen und Bergbau, Gender und Rohstoffindustrie, soziale Gerechtigkeit, Arbeit und Gewerkschaften. 


Die grün-nahe Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit Projektpartnern weltweit zusammen. Derzeit unterhält sie Büros in 34 Ländern, vier davon in Afrika: Nairobi, Kapstadt, Dakar und Abuja. Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Globalisierung und nachhaltige Entwicklung, Stärkung der Zivilgesellschaft und Demokratieförderung.

DYING FOR GOLD

FR 8 NOV 18.00


SONDERVERANSTALTUNG
Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin
Eintritt frei

Die Förderung von Gold hat in Afrika schon eine jahrhundertelange Tradition. Aber erst seit der Kolonialherrschaft werden der Abbau und die Aneignung des edlen Metalls in großem Umfang betrieben. Bis heute hält die Gier nach Gold unvermindert an.

Zwei Filme aus unterschiedlichen Regionen beleuchten die Interessen der Minengesellschaften und erzählen die Geschichten der Bergarbeiter und ihrer Familien sowie der Dorfgemeinschaften, auf deren Land Gold abgebaut wird. Eine Geschichte von Wohlstand, Privilegien und Macht auf der einen und Ausbeutung und Zerstörung auf der anderen Seite.


DYING FOR GOLD
CATHERINE MEYBURGH & RICHARD PAKLEPPA
EUROPA-PREMIERE
SÜDAFRIKA, LESOTHO, MOSAMBIK, SWASILAND 2018 I DCP I OME I 99 MIN


Südafrikas Wohlstand und weiße Privilegien wurden gegründet auf großangelegtem Bergbau und die Tötung von Menschen durch die Goldminenindustrie. Heute sieht man den Bergarbeitergemeinschaften in ganz Südafrika nichts von dem Wohlstand an, den sie geschaffen haben. Stattdessen bleiben extreme ländliche Unterentwicklung und die
schlimmste Epidemie von Lungenkrankheiten.
Mithilfe von Aussagen von Bergarbeiterfamilien in Südafrika und Archivmaterial erzählt DYING FOR GOLD die Geschichte, wie es zu dieser außergewöhnlichen Situation gekommen ist. Der eindrückliche Dokumentarfilm bringt so den wahren Preis des südafrikanischen Goldes ans Tageslicht.

Liao Manyokole aus dem ländlichen Lesotho folgt den Fußspuren seiner Vorfahren und fährt 2 km tief in die Erde ein, um südafrikanisches Gold zu graben. Wird er einer von Millionen Bergarbeitern sein, die an Tuberkulose und Silikose leiden und sterben, wie so viele in den südafrikanischen Goldminen? Heute sieht man den Bergarbeitergemeinschaften in Südafrika nichts von dem Wohlstand an, den sie geschaffen haben. Stattdessen bleiben extreme ländliche Unterentwicklung und die schlimmste Epidemie von Lungenkrankheiten. Hunderttausende verließen ihre Familien und Felder, genötigt durch koloniale Gesetze, um den Hunger der Minen nach billigen Arbeitskräften zu stillen. Sie kamen aus Dörfern in Südafrika, Malawi, Lesotho, Mosambik, Botswana, Simbabwe und Swasiland. DYING FOR GOLD deckt auf, wie die großen Minengesellschaften ein modernes System der Sklaverei aufbauten, das ihnen gewaltige Profite eintrug, gleichzeitig aber auch das Fundament für das moderne Südafrika schuf. Der Film stellt persönliche Geschichten von Bergarbeitern und ihren Familien neben Archivmaterial von mehr als 120 Jahren Goldbergbau und zeigt, dass sich wenig geändert hat.


CATHERINE MEYBURGH arbeitet als Regisseurin, Redakteurin und Produzentin für Dokumentar- und Spielfilme. Ihre Multi-Projektionsarbeiten waren u.a. in der MET Oper in New York und La Scala in Mailand zu sehen. Sie hat über 30 Dokumentarfilme herausgebracht, die auf Arte, Channel4, BBC, ZDF, SABC, NBC zu sehen waren sowie bei Filmfestivals wie IDFA, DIFF, Berlinale. Ihre Videoinstallationen wurden in vielen Galerien, Museen und Veranstaltungen gezeigt.


Der Autor und Filmemacher RICHARD PAKLEPPA produziert Dokumentar- und Spielfilme in Südafrika. Seine Filme wurden bei internationalen Filmfestivals und Fernsehsendern gezeigt. Seit 1992 ist er Gründungsmitglied und Leiter der Produktionsgesellschaft On Land Productions mit Niederlassungen in Namibia und Südafrika. Vor seiner Arbeit als Filmregisseur war er unter anderem Aktivist in Jugendgruppen am Westkap und Medien- und Bildungssekretär in der National Union of Namibian Workers.

KETEKE

DO 7 NOV 19.30


ERÖFFNUNG KETEKE
PETER KOFI SEDUFIA

GHANA 2017 I DIGITAL FILE I OME I 71 MIN
BERLIN-PREMIERE
IN ANWESENHEIT DES REGISSEURS


Ghana in den 1980er-Jahren: Atswei ist mit ihrem Mann Boi auf dem Weg in ihre Heimatstadt, um dort ihr erstes Kind auf die Welt zu bringen. Doch das Paar verpasst durch eine Verkettung unglücklicher Umstände den einzigen Zug, der einmal in der Woche von den Außenbezirken nach Akete fährt. Schwer bepackt machen sich Atswei und Boi auf die Suche nach anderen Transportmöglichkeiten durch das ghanaische Hinterland: Es beginnt ein wahnwitziger Trip gegen die Zeit…


PETER KOFI SEDUFIA (*1985) ist Absolvent des National Film and Television Institute (NAFTI) in der ghanaischen Hauptstadt Accra. Sein Debütfilm KETEKE lief auf zahlreichen Festivals des afrikanischen Kontinents (unter anderem in Burundi, Nigeria, Ägypten) und sorgte zuletzt beim New York African Film Festival 2019 für Furore. Sein aktueller Film SIDECHIC GANG (2018) ist für 5 Africa Movie Academy Awards nominiert.