Afrikamera Shorts

DO 18 NOV
18.00 HUMBOLDT FORUM
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Kurzfilmprogramm
Ägypten / Äthiopien, Kenia, Sudan / Burkina Faso 2019-21 | 69 min

 

Mit dem Programm AFRIKAMERA SHORTS, zusammengestellt von Alex Moussa Sawadogo, präsentiert das Festival eine Auswahl herausragender, aktueller Kurzfilmproduktionen aus Burkina Faso, dem Sudan sowie aus Ägypten:

Bablinga
Fabien Dao | Frankreich, Burkina Faso | 2019 | 14 min | Engl UT

Schon immer hatte Moktar geschworen, dass er nach Burkina Faso zurückkehrt, sobald seine Bar schließt. Aber als der Tag der Entscheidung vor der Tür steht, zögert er. Da besuchen ihn seine Geister, um ein letztes Mal mit ihm zu feiern…

Fabien Dao wurde in Paris als Sohn einer französischen Lehrerin und eines Filmemachers aus Burkina Faso geboren. Nach einem naturwissenschaftlichen Studium führte ihn seine Leidenschaft für Musik und Kino zu einem Studium an der Tonabteilung der École nationale supérieure des métiers de l’image et du son in Paris. Dort führte er Regie bei „The Boromo’s Caïman“. Im Jahr 2017 drehte er „It Rains on Ouaga“ und 2019 schloss er mit „Bablinga“ die Trilogie über seinen Vater ab.

 

 

Journey to Kenya
Ibrahim Ahmad | Äthiopien, Kenia, Sudan | 2020 | 29 min | Engl UT

Diese mitreißende Kurzdokumentation begleitet ein sudanesisches Ju-Jutsu Team bei seiner Reise mit einem Mini-Van von Khartum nach Nairobi, um dort – getragen vom Geiste der sudanesischen Revolution – an einem Wettkampf teilzunehmen.

Ibrahim Ahmad ist ein international preisgekrönter junger sudanesischer Filmemacher. Geboren und aufgewachsen im Libanon, migrierte er nach dem Krieg 2006 als Teenager in den Sudan. Obwohl es in seinem Heimatland keine Filmschule gab, entdeckte er seine Leidenschaft für eine Karriere als Filmemacher. Obgleich Autodidakt, baute er ein umfassendes Netzwerk mit Filmemacherkolleg*innen und Festivalprogrammierer*innen in nationalen und internationalen Organisationen auf. Sein Dokumentarfilm „Khartoum Offside“ wurde mit dem African Movie Academy Award als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. „You Will Die at 20“ erhielt beim Filmfestival von Venedig 2020 den „Golden Lion of the future“ und gilt als der erste sudanesische Spielfilm seit über einem Jahrzehnt, der in Europa, dem Nahen Osten und Afrika gezeigt wurde.

Während der jüngsten sudanesischen Revolution spielte Ahmad eine führende Rolle bei der Dokumentation und Aufarbeitung der Grausamkeiten und Verbrechen des alten Regimes, um einen Beitrag zur Gerechtigkeit und zur Gestaltung der neuen Ära seines Landes zu leisten.

 

 

Tuk-tuk
Mohamed Kheidr | Ägypten | 2021 | 26 min | Engl UT
In Anwesenheit von Mohamed Kheidr – Q+A

Tuk-tuk erzählt die Geschichte von Walaa, die gezwungen ist, allein für den Unterhalt ihrer Familie aufzukommen, nachdem ihr Mann sie verlassen hat, um auszuwandern. Um ihre Kinder durch die Schule zu bringen und die Medikamente ihrer Mutter zu bezahlen, setzt sich Walaa ans Steuer und fährt ein Tuk-tuk, um über die Runden zu kommen. Für die Miete musste sie jedoch eine Reihe von Schuldscheinen unterschreiben und sich verpflichten, das Geld in Raten zurückzuzahlen. Der Film beleuchtet die Schwierigkeiten von Frauen, wenn sie Rollen übernehmen, die traditionell von Männern besetzt sind und wirft ein Schlaglicht auf das Problem von ägyptischen Schuldnerinnen, die ins Gefängnis kommen, weil sie geliehenes Geld nicht zurückzahlen können.

Mohamed Kheidr

Mohamed Kheidr begann seine Karriere als Künstler bereits im jungen Alter von 14 Jahren mit der Erstellung von Storyboards und studierte anschließend Grafikdesign, um dann doch 2007 in New York an die Film Academy zu gehen.
In seinem künstlerischen Schaffen verfolgt er das Ziel, die Sichtweise der Branche auf Produktionen mit begrenztem Budget durch die Schaffung erstklassiger Grafiken und Designs zu verändern. Er gründete sein eigenes Produktionshaus, in dem er eine Vielzahl von Projekten realisierte – als Regisseur, Kameramann, Drehbuchautor, Producer, Fotograf und Musiker.