AFRIKAMERA 2020 DIALOG – VERNETZUNG

AFRIKAMERA 2020
DIALOG – VERNETZUNG

Seit jeher begreift sich AFRIKAMERA als Ort der Vernetzung und des Austauschs von Know-how zwischen Filmschaffenden, Produzent*innen, Verleihern und Festivalmacher*innen sowie Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Bildungs- und Wissenstransfer und Entwicklungszusammenarbeit – aus Deutschland, der afrikanischen Diaspora und den afrikanischen Ländern.

Der internationale Kulturaustausch darf auch in Zeiten von Corona nicht zum Stillstand kommen, im Gegenteil. Da Reisetätigkeiten aktuell nicht möglich sind, werden im Rahmen von Afrikamera 2020 mehrere digitale Formate präsentiert, um Wissenstransfer und Vernetzung sowohl im Nord-Süd- als auch im Süd-Süd-Austausch zu ermöglichen.

 

FR 20 NOV 17.00 – 18:30


CINEMA SPACES NETWORK | PRÄSENTATION | ONLINE
IN KOOPERATION MIT DEM HUMBOLDT FORUM, BERLIN
Ein Treffen mit den Mitgliedern einer neuen Kino-Initiative und Einblicke in die Entstehung eines Pilotprojekts

Was ist Kino im 21.Jahrhundert? Antworten auf diese Frage zu finden ist seit langem überfällig und hat in Zeiten der Pandemie eine neue Dringlichkeit bekommen.



Das Humboldt Forum in Berlin hat fünf erfahrene Initiativen aus Afrika eingeladen, Ideen zu diskutieren und gemeinsam praxisorientierte Konzeptionen und Strategien für das Kino als Ort der Begegnung und der Kunst zu entwickeln. Der Think Tank konzentriert sich auf ortsspezifische, realisierbare und innovative Ansätze. Es ist unsere gemeinsame Vision und Ambition, kulturelle, soziale und politische Aspekte zusammenzudenken – sei es bei der Wiederbelebung zwischenzeitlich geschlossener Kinos oder bei der Erfindung neuer Orte für Kinovorführungen – mit nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Das Cinema Spaces Network ist ein Pilotprojekt, das auf den Prinzipien von Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch aufbaut, in den Bereichen: Erforschung von Märkten und Bedarfsermittlung, Formen der Filmpräsentation und Erschließung neuer Zuschauersegmente. Zum einen geht es dabei um den Aufbau eines inner-afrikanischen Netzwerks zwischen den fünf beteiligten Initiativen, zugleich aber auch um den Versuch, die individuellen Projekte in den existierenden Formen des Kulturaustauschs zwischen dem Globalen Süden und Norden zu unterstützen.

Um etwas in Gang zu bringen, ist das Cinema Spaces Network zunächst auf fünf Initiativen beschränkt. Aber wir wollen kein geschlossener Club sein!
Es gehört zu unserem Selbstverständnis, von Beginn an und mit allen weiteren Aktivitäten transparent zu arbeiten, mit einer Offenheit insbesondere für Initiativen in Afrika, die ähnlich wie wir arbeiten. Aber auch für strategische Partner und Unterstützer, die unsere Leidenschaft für und den Glauben an das Kino als einen magischen Ort für Begegnungen unterschiedlichster gesellschaftlicher Gruppen teilen.

Die fünf CSN-Initiativen sind:

CINE GUIMBI, Burkina Faso – vertreten durch Berni Goldblat


Courtesy ASCBF (Association de Soutien du Cinéma Burkina Faso)

 

CINE NA BISO, Democratic Republic of Congo – vertreten durch Tshoper Kabambi


Courtesy of Cine Na Biso

 

SUDAN FILMMAKERS’ ASSOCIATION, Sudan – vertreten durch Mohamed Awad Farah


Courtesy of the Sudanese Filmmaking Association

 

SUNSHINE CINEMA, South Africa – vertreten durch Sydelle Willow Smith


Courtesy of SUNSHINE CINEMA

 

THE NEST COLLECTIVE, Kenya – vertreten durch Njeri Gitungo


Courtesy of THE NEST COLLECTIVE

 

Moderation: Dorothee Wenner für das Humboldt Forum, Berlin

Die Präsentation erfolgt online auf Zoom und wird live auf Facebook von AFRIKAMERA gestreamt. Die aktive Teilnahme erfordert eine Voranmeldung unter zoom@afrikamera.de.

 

 

 

SA 21 NOV 13.00 – 14:30


KUNST UND KULTUR IN ZEITEN VON CORONA – FILMSCHAFFEN IN AFRIKA WÄHREND DER PANDEMIE | DISKUSSION | ONLINE
IN KOOPERATION MIT WELTFILME E.V.



Wie wirkt sich die Pandemie in den afrikanischen Ländern auf das Kultur- und Filmschaffen konkret aus? Wie und wo vernetzen sich Filmschaffende, wenn Festivals und Austauschprogramme wegfallen? Wie geht die jeweilige Regierung mit den Auswirkungen auf Gesellschaft und Kultur um? Gibt es staatliche/internationale Unterstützung?

Fünf afrikanische Filmschaffende und Festivalleiter*innen aus unterschiedlichen Ländern haben in Corona-Statements ihre derzeitige Situation beschrieben. Junge Filmschaffende aus den afrikanischen Ländern, die sich in Medienprojekten von Weltfilme e.V. vor Ort weiterbilden können, haben ihre Sicht auf die Pandemie in Kurzfilmen verarbeitet. Deutsche Initiativen, NGO’s und Filmschaffende haben versucht, ihre Angebote in den afrikanischen Ländern während der Pandemie aufrecht zu erhalten.

In Zusammenarbeit mit Weltfilme e.V. diskutierende Filmschaffende und Festivalleiter*innen Fragestellungen zum Thema.

Mit Statements von: Dora Bouchoucha (Produzentin, Tunesien); Fatou Kiné Sène, (Filmkritikerin, Senegal); Laza (Filmemacher und Festivalleiter Rencontres du Film Court Madagascar); Kivu Ruhorahoza (Filmemacher, Ruanda); Ousmane Boundaoné (Geschäftsführer Ouaga Film Lab, Burkina Faso)

Im Rahmen der Veranstaltung findet ein Online-Screening statt:

DJÉ AYÉ

Amen Assignon
Togo 2020 I OmE I 10 min

„DJÉ AYÉ“ ist einer von 30 Filmen, die im Projekt RIGHT ON! von WELTFILME e.V. entstanden sind.

Moderation: Uta Rügner (AFRIKAMERA), Frank Domhan (Weltfilme e.V.)

Die Diskussionsveranstaltung findet online auf Zoom statt & wird live auf Facebook gestreamt.