

DURBAN INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (DIFF), SÜDAFRIKA
Das 1979 vom Centre for Creative Arts gegründete Filmfestival in der südafrikanischen Metropole findet in diesem Jahr bereits zum 32. Mal statt. Das DIFF zählt zu den herausragenden Veranstaltungen der Filmszene in Afrika. Es setzt sich für kulturelle Diversität, Toleranz und den Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ein. Das DIFF ist ein wichtiger Treffpunkt für Filmemacher, die neue Projekte anstossen wollen. Es hat sich der Förderung der afrikanischen Filmproduktion und der Unterstützung junger Talente verschrieben.
DOCKANEMA, MOSAMBIK
Das mosambikanische Dokumentarfilmfestival DOCKANEMA in Maputo wurde 2006 gegründet, um der Vernachlässigung der Filmindustrie in dem unter den Folgen des langjährigen Bürgerkriegs leidenden Landes entgegenzutreten. Das Festival zeigt vor allem einheimische Dokumentarfilme, die einen großen Teil der örtlichen Filmproduktion ausmachen, aber auch Filme aus anderen Ländern. Die Filme behandeln historische Themen und aktuelle Probleme. So leisten sie einen Beitrag zur Bildung und regen zum Nachdenken an. In der Region zählt das DOCKANEMA zu den herausragenden Kulturveranstaltungen und den wichtigsten Treffpunkten für Kreative. Das Festival bietet jungen Mosambikanern Workshops über das Filmemachen an.
FESTIVAL PANAFRICAIN DU CINEMA ET LA TELEVISION DE OUAGADOUGOU (FESPACO), BURKINA FASO
Das FESPACO wurde 1969 gegründet und findet seitdem alle zwei Jahre im Februar in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou statt. Das FESPACO soll den afrikanischen Film und seine Verbreitung sowie den Austausch zwischen Filmemachern aus Nord und Süd fördern. Zugleich hat es sich dem Schutz des cinematographischen Erbes Afrikas verschrieben, indem es afrikanische Film- und Videoarbeiten restauriert und archiviert. Dahinter steht die Auffassung, dass der Film ein wesentlicher Bestandteil der kulturellen Identität sowie ein Mittel der freien Meinungsäusserung, der Bewusstseinsschaffung und der Bildung ist. Das FESPACO, dessen Preisverleihung einen großen Einfluss auf die weitere Verbreitung der ausgezeichneten Filme hat, wird von einer Vielzahl von Filmfans aus aller Welt besucht und ist so zu einem Haupttreffpunkt der mit Afrika verbundenen Filmszene geworden. Neben afrikanischen Produktionen werden auch Filme der schwarzen Diaspora in Nordamerika, Europa und der Karibik gezeigt. Ein Begleitprogramm aus Workshops und Kolloquien bietet dem filmerischen Nachwuchs Gelegenheit zum Lernen - und den Filmschaffenden eine Möglichkeit, über die Zustand und Entwicklung des afrikanischen Kinos zu diskutieren.
RENCONTRES DU FILM COURT (RdfC), MADAGASKAR
Seit der Gründung des Kurzfilmfestivals (Rencontres nationales de films courts de Madagascar) in Antananarivo 2006 laufen jedes Jahr mehr als hundert Kurzfilme auf den Leinwänden in der madagassischen Hauptstadt, wo es sonst keine öffentlichen Kinos mehr gibt. Ziel der Veranstaltung ist es, die kreativen Möglichkeiten aufzuzeigen, die das Drehen von Kurzfilmen bietet, und dem madagassischen Film zu internationaler Anerkennung zu verhelfen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Ausbildung junger Filmemacher, die hier an das professionelle Filmemachen herangeführt werden. Junge Talente bekommen die Chance, ihre Filme einem breiten Publikum zu zeigen und entdeckt zu werden.
JOURNEES CINEMATOGRAPHIQUES DE CARTHAGE (JCC),TUNESIEN
Das 1966 vom tunesischen Kulturministerium gegründete Filmfestival von Karthago ist das älteste internationale Filmfestival in Afrika. Seit seiner Gründung lädt es alle zwei Jahre im Oktober Filmschaffende in den historischen Ort Karthago nahe der tunesischen Hauptstadt Tunis ein, zuletzt 2010 zur 23. Ausgabe. Das Filmfestival von Karthago will das Kino des subsaharischen Afrika und der arabischen Welt fördern und eine Brücke zwischen Nord und Süd schlagen. Neben der Verleihung des "Goldenen Tanit"" stehen im Mittelpunkt des Treffens Workshops, Kolloquien und Begegnungen zwischen Filmschaffenden und Kinbesuchern.
RWANDA FILMFFESTIVAL, RUANDA
Das Filmfestival von Ruanda wurde 2004, zehn Jahre nach dem Völkermord in dem ostafrikanischen Land, gegründet. Im Mittelpunkt des Programms stehen Themen wie Menschenrechte, Umweltschutz, sozio-ökonomische Entwicklung sowie Gesundheit. Das Filmfestival von Ruanda findet nicht nur in der Hauptstadt Kigali statt, sondern im ganzen Land. Mobile Leinwände werden in Dörfern aufgestellt und bieten der Landbevölkerung die einzigartige Gelegenheit, Zugang zur Kinokultur zu bekommen. In einem Staat, in dem der Genozid nach wie vor präsent ist und viele Lebensbereiche beeinflusst, will das Festival die regionale Filmindustrie fördern und eine Kinokultur in Ruanda schaffen. Die Organisatoren planen derzeit die Gründung einer Filmschule.
KENYA INTERNATIONAL FILM FESTIVAL (KIFF), KENYA
Gegründet in 2005, hat sich das Festival zu einem wichtigen Treffpunkt für Filmemacher aus Ost- und Zentralafrika (Kenia, Uganda, Tansania, Ruanda, Burundi, Äthopien, Südsudan, Dschibuti und die Demokratische Repubblik Kongo (DRC) entwickelt.
Das Festival präsentiert überwiegend Filme des anglophonen Afrikas und findet in Nairobi sowie gleichzeitig in anderen Städten Kenias statt. Ein besonderer Fokus gilt dem Dokumentarfilm. Filmworkshops bilden ein wichtiges Modul des Festivals.
Das Festival in 2011 steht unter dem Thema “Creating Linkages and Connecting People”.