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Home > Afrikamera 2009 AFRIKAMERA - Aktuelles Kino aus Afrika



AFRIKAMERA 2009


Der zweite Jahrgang von AFRIKAMERA – Aktuelles Kino aus Afrika fand vom 11.-14. November 2009 im Kino Arsenal am Potsdamer Platz statt.


"AFRIKAMERA 2009: African Soundscapes – African Movies" präsentierte eine Auswahl von Spiel- und Dokumentarfilmen, welche die kulturelle und politische Bedeutung der Klanglandschaften Afrikas thematisch und auf der Ebene des Soundtracks erfahrbar machen.


Ein Panel zum Thema "Soundtracks – Politics of Sound" fragte nach der Bedeutung von Sound und Musik für die Ästhetik des aktuellen Kinos aus Afrika und nach der Bedeutung afrikanischer Popsubkulturen für die Schaffung zivilgesellschaftlicher Gegenöffentlichkeiten.


Mit dem Workshop "Soundscapes Schöneweide" engagierte sich AFRIKAMERA zum ersten Mal im Bereich Kulturelle Bildung. Begleitet vom burkinischen Hip-Hop-Aktivisten Smockey erforschten Jugendliche aus Schöneweide durch Soundwalks die akustische Umwelt ihres Kiezes und produzieren einen kurzen Hörfilm, der im Rahmen von AFRIKAMERA 2009 präsentiert wurde.


Afrika ist mit seinen mehr als 2000 Sprachen, seinen komplexen mündlichen und musikalischen Tradierungssystemen, dem Geräuschegewirr seiner großen Städte und den Klängen seiner reichen Natur auch in akustischer Hinsicht ein Kontinent der Vielfalt.

 Die Klänge und Geräusche des Alltags und der Umwelt sind in ihrem Rhythmus und ihrer Taktung eng mit dem sozialen Leben verknüpft. Die akustische Vielfalt des Kontinents und die besondere Rolle der musikalischen Kommunikation spiegeln sich in den Arbeiten junger afrikanischer Filmemacher.

 Der afrikanische Film ist - der Filmwissenschaftlerin Marie-Hélène Gutberlet folgend - "auf der Tonspur erzählt". Dem gestalterischen Umgang mit Sprache, Geräusch und Musik kommt demnach gerade im afrikanischen Kino eine herausragende Stellung zu.

 Der Filmemacher Djibril Diop Mambéty vergleicht die Aufgabe des Filmemachers mit jener des "Griots", dem in der westafrikanischen Kultur verwurzelten Berufsstand der Bewahrer der Geschichte, der oralen Kultur und Musik ihrer Völker – ein Verständnis, dem junge afrikanische Filmemacher auf unterschiedliche Art und Weise folgen. 



Afrikanische World-Music-Künstler wie Wasis Diop, Youssou N'Dour und Manu Dibango sind schon seit längerem auch als Filmkomponisten tätig und arbeiten mit jungen afrikanischen Regisseuren zusammen. Aber auch neue afrikanische Popsubkulturen wie Kwaito, Zouglou oder Spielarten des afrikanischen Hip-Hops finden Ihren Eingang in die Arbeiten der jungen Filmemacher aus Afrika – auf der Ebene des Soundtracks oder als Gegenstand ihrer Geschichten.


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