AFRIKAMERA 2017 | 13. - 19. November

DISKUSSION

PODIUMSDISKUSSION
ZWISCHEN FILM UND FAMILIE – FRAUEN IN DEN LÄNDERN DES SAHEL

mit Ramatou Keïta (Regisseurin, Niger) und Aicha Macky (Regisseurin, Niger)
Moderation: Claire Diao

Diskussion in französischer Sprache mit deutscher Übersetzung
Im Vorfeld: Journal Rappé/ Hip-Hop Performance mit Xuman und Cheikh Tidiane Kourouma (Senegal)

Wie verändert sich das Bild der Frau in den Ländern des Sahel, wie bilden Frauen ihre Identität zwischen Tradition, Religion, Globalisierung und Exil? Gemeinsam mit den nigrischen Filmemacherinnen Rahmatou Keïta und Aicha Macky sprechen wir über den anderen Sahel, den alltäglichen, der nicht nur, wie in westlichen Medien oft angenommen, aus Armut, Gewalt und Terror besteht. Wir diskutieren, wie sich Frauen im Sahel in patriarchalen Strukturen behaupten, und diese Strukturen verändern, wie sie für die Anerkennung ihrer Kulturen kämpfen und Gesellschaften prägen – von den kleinen Dingen des Alltags bis hin zu großartigen Filmen.

 

Bios

AICHA MACKY (*1982) ist Dokumentarfilmerin aus Niger. Nach ihrem Soziologiestudium an der Universität von Niamey
machte sie ihren Abschluss in Dokumentarfilm an der Gaston Berger University in St. Louis (Senegal).  In ihren Filmen behandelt Macky Tabuthemen wie Körperwahrnehmungen, Sexualität und Geschlechterverhältnisse. Ihr Dokumentarfilm L’ARBRE SANS FRUIT – THE FRUITLESS TREE (2016) wurde u.a. als bester Dokumentarfilm bei den African Movie Academy Awards in Nigeria ausgezeichnet.

 

RAHMATOU KEÏTA ist eine nigrische Filmregisseurin, Journalistin und Autorin, die lange für französische Medien arbeitete. Sie gründete mit Sonrhay Empire Productions ihr eigenes Filmproduktionsunternehmen.

Ihr erster Dokumentarfilm AL’LÈÈSSI – UNE ACTRICE AFRICAINE aus dem Jahr 2003 lief 2004 u.a. auf der Berlinale. Keïta war 2009 die Ehrenpräsidentin des FESPACO-Festivals. Bei den Filmfestspielen von Cannes

2014 stellte sie ihren Kurzspielfilm JÌN’NAARIYÂ! vor.